Tradition und Herz für den Sport 
seit 1955

Hochschulsportgemeinschaft merseburg

Unsere Geschichte

Die Hochschulsportgemeinschaft Merseburg entstand 1955 in Halle, als die Technische Hochschule für Chemie noch keine eigenen Sportstätten besaß. Der Sportunterricht begann unter provisorischen Bedingungen, wie der Gründungsrektor festhielt: „Der obligatorische Sportunterricht begann 1954 als ein großes Provisorium…“ Dennoch wuchs rasch eine engagierte Sportgemeinschaft mit ersten Sektionen wie Handball, Volleyball, Leichtathletik, Tischtennis und Eissport.

Mit dem Umzug der Hochschule nach Merseburg 1960/61 brach ein Großteil der Hallenser Sportler weg, und die Mitgliederzahl sank deutlich. Durch Selbsthilfeaktionen entstanden jedoch erste eigene Sportanlagen, und die HSG knüpfte enge Kontakte zum DTSB-Kreisvorstand Merseburg. In den frühen 1960er Jahren stabilisierte sich die Gemeinschaft wieder, getragen von neuen Sektionen und wachsender Wettkampftätigkeit. Die DDR‑Studentenmeisterschaften ab 1962 verliehen dem Studentensport zusätzlichen Schub und machten Merseburg national sichtbarer.

Mitte der 1960er Jahre führte die Hochschule den Spezialunterricht ein und erkannte das HSG‑Training als Sportunterricht an – ein Modell, das Merseburg zur Vorreiterrolle machte. Die Sportfeste, die wachsende Zahl an Sektionen und die zunehmende Leistungsorientierung prägten diese Phase.

Zwischen 1968 und 1972 folgte eine sportlich erfolgreiche Zeit: Volleyballer, Schachspieler, Fechter und Leichtathleten erzielten überregionale Erfolge. Gleichzeitig entstanden in Eigenleistung neue Sportstätten, und die Sportlehrer wurden 1969 als „Kollektiv der sozialistischen Arbeit“ ausgezeichnet.

Ab 1973 setzte ein „explosionsartiger Aufschwung“ ein. Die Einführung der Studentenliga revolutionierte den Freizeitsport, die Mitgliederzahl stieg innerhalb eines Jahres von rund 450 auf über 1000. Die neue Traglufthalle ermöglichte einen ganzjährigen Trainingsbetrieb, und die HSG wurde zu einer der aktivsten Hochschulsportgemeinschaften der DDR. In den späten 1970er Jahren richtete sie große Wettkämpfe aus und erhielt 1977 den Ehrentitel „Vorbildliche Sportgemeinschaft des DTSB der DDR“.

Bis 1986 wuchs die HSG auf über 2000 Mitglieder. Neue Sektionen wie Kegeln, Orientierungslauf oder Wasserkorbball – eine Merseburger Erfindung – zeigten die Innovationskraft der Gemeinschaft. Die HSG war zu diesem Zeitpunkt eine der erfolgreichsten Hochschulsportgemeinschaften der DDR, sowohl im Breiten‑ als auch im Leistungssport.

Mit der politischen und strukturellen Transformation nach 1990 veränderte sich das Hochschul- und Vereinssystem grundlegend. Staatliche Förderstrukturen des DTSB brachen weg, viele Sektionen verloren ihre bisherigen Rahmenbedingungen, und die Mitgliederzahlen gingen deutlich zurück. Die HSG musste sich neu organisieren, Angebote umstrukturieren und sich stärker an den Bedürfnissen einer veränderten Studierendenschaft orientieren. Trotz dieser Herausforderungen blieb die verkleinerte Gemeinschaft bestehen.

Und heute? 

Im Jahr 2025 haben wir stolz unser 70‑jähriges Jubiläum gefeiert – als lebendige, traditionsreiche und weiterhin aktive Sportgemeinschaft, die auf eine außergewöhnliche Geschichte zurückblickt.

Unser Vorstand

Unser Team aus Trainern und Helfern unterstützt mit Leidenschaft die Sportangebote und Gemeinschaft.


Marco Franke

1. Vorsitzender


Sven Scholz

2. Vorsitzender


Albrecht 
Pfefferkorn

Finanzwart

Unsere 
Abteilungsleiter

Unser Team aus Trainern und Helfern unterstützt mit Leidenschaft die Sportangebote und Gemeinschaft.


Manfred Knörgen

Orientierungslauf


Werner Anton

Badminton


STefan Krauße

Volleyball


Brigitta Rudat

Gymnastik

Impressum - Datenschutz

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